Montag, 2. März 2015

Cake-Pops, die Dritte!

Ein kleines Update zu meinen Cake-Pop-Versuchen ;)
Dieses Wochenende bin ich mal wieder zum Backen gekommen und habe mich zum dritten Mal an den Cake-Pops versucht. Auch, weil mein Verlobter mir neue Förmchen und einen Cake-Pop-Präsentierer gekauft hat. Dazu habe ich ja eine laaaange Liste an don´ts, sodass es nur besser werden konnte. Diesmal wählte ich das absolute Cake-Pop-Grundrezept aus einem GU-Ratgeber, achtete darauf, dass es tatsächlich sogar Backpulver enthielt und legte los.



Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Teig man braucht, um auf über 20 solcher Mini-
Sieht doch gelungen aus!
Küchlein zu kommen. 1 EL Naturjoghurt, 50g Zucker, 75g Mehl... Für einen ausgewachsenen Kuchen sind solche Angaben ja eigentlich ein Witz! :)

Jedenfalls, das soll auch kein langer, großer Beitrag werden, sondern eben ein Update, diesmal funktionierte alles tadellos, sogar so hübsch, dass ein Foto der Cake-Pops mein Titelbild bei Facebook geworden ist. Das Grundrezept schmeckt gut, schön luftig, ich denke, man kann es beliebig um Geschmacksnoten, vorzugsweise natürlich Kakao, erweitern. Die Pops bekamen tatsächlich die gewünschte Form, hielten an den Stielen, ließen sich gut überziehen (wenn auch die Hälfte der Überzüge leider meist nicht auf den Pops blieb ;) ).

Einzig, ich bin noch nicht gänzlich von den Silikonformen überzeugt, ich weiß, ich weiß, die sind sicher, geben keine "bösen" Stoffe an uns ab und so weiter... Aber das haben sie über Asbest auch zuerst gesagt!
Aber das nur am Rande, man isst ja (leider) nicht ganz jeden Tag Cake-Pops. Ich jedenfalls bleibe dran, jetzt, wo der erste kleine Erfolg zu sehen war!

Sonntag, 1. März 2015

Wohlfarths Schokoladen

An diesem Freitag hatte ich das Vergnügen, Christoph Wohlfarth, den Geschäftsführer und leidenschaftlichen Chocolatier der Schokoladenmanufaktur Wohlfarths Schokoladen, zu einem Gespräch zu treffen. Dazu besuchte ich ihn in seinem kleinen, aber feinen Laden in der Choriner Straße 37 im Prenzlauer Berg. Sehr ausführlich und herzlich erzählte er mir von den Hintergründen für beispielsweise die recht individuelle Bezeichnung der Schokoladen, von seinen Plänen und Ideen für die Zukunft, bei denen das Jahr 2017 eine besondere Rolle spielt, und von der Herkunft seines Kakaos. Unser Gespräch ist zugegeben etwas lang geworden, daher findet Ihr, falls Ihr euch genauer rein lesen wollte, das vollständige Interview hier separat und das Folgende ist der zusammenfassende Beitrag über meinen Besuch und meine Eindrücke.


Meine Eindrücke

Wohlfarths Schokoladen mit Schälchen zum Probieren
Der Schokoladenladen erinnert eigentlich mehr an ein Atelier, zuerst war ich wirklich erstaunt, wie klein alles ist. Umso mehr wunderte ich mich im Folgenden, dass wirklich alles auf so kleinem Raum unterkommt. Auf der rechten Seite finden sich alle in der Manufaktur hergestellten Produkte, wie auf dem Foto links zu sehen, mit Schälchen zum fröhlichen Durchprobieren. Dabei ist Christoph Wohlfarth gerne bereit, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Konzepte zu erklären und bei der Auswahl zu helfen. Es gibt reine Schokoladen, dazu die zwei "Markenzeichen" von Wohlfarths Schokoladen, die Schoko-Schallplatten und die Salzstäbchen, schokolierte Gummibärchen, Schokonibs und Kakaobohnen in jedem Verarbeitungsstadium.
Schokoladennibs aus Ecuador, rohe und geröstete Bohnen
Auf der linken Seite geht´s recht bald nicht weiter, denn man blickt auf eine Wand aus Glas. Diese gewährt Einblick in das eigentliche schokoladige Herzstück, die Manufaktur. Als ich zu Besuch bin, werden gerade die Schokohasen produziert, denen extra per Kompressor aus der Form geholfen wird, damit die empfindlichen Hasenohren nicht abbrechen. Vor der Glaswand stehen die fremden Schokoladen in Reih´ und Glied, diese sollen aber immer weniger werden, man wolle im Endeffekt darauf hinaus, in Zukunft nur noch eigene Schokoladen zu verkaufen, erklärt mir Christoph.
Blick auf die "fremden" Schokoladen und die Manufaktur
Ich bekomme eine Kostprobe der tatsächlichen Funktionsfähigkeit der berühmten Schallplatten, wobei mir Christoph versichert, dass der Plattenspieler dabei keinen Schaden nimmt, außerdem verköstigen wir Kakao in unterschiedlichen Stadien, von der rohen Bohne mit Fruchtfleisch über die rohe hin zur gerösteten Bohne. Die Bohnen seien fast schon Medizin, erfahre ich, weswegen ja auch früher Kakao in der Apotheke verkauft wurde. Beim Rösten gehen die meisten positiven Inhaltsstoffe leider flöten. Wir probieren uns durch und tatsächlich schmecken die ganz rohen Bohnen absolut nicht nach Kakao, sie sind bitter und fast schon salzig, wie ein Snack bei alkoholischen Getränken. Bei den getrockneten Bohnen steigt die Ähnlichkeit zum bekannten Geschmack schon mal, hier muss man allerdings die Schale vorm Essen abmachen, anders als bei den selbst gerösteten Bohnen, die man komplett essen kann.
Das sind die rohen Bohnen mit Fruchtfleisch, die Schale wird mitgegessen
Zum Schluss erhalte ich eine kleine Führung in die Welt der Manufaktur, in der noch mit der Hand hergestellt und verpackt wird. Erstaunlich, wie wenig Gerätschaften und Platz eigentlich notwendig sind, um so einen Betrieb am Laufen zu halten! Dabei gebe es aber in der Sommersaison erhebliche Flauten, sodass auch die zwei fest Angestellten nur halbtags beschäftigt seien. Normalerweise sei die Produktion immer zu 14.00 Uhr beendet, wenn der Laden öffne, er selbst habe sich aus der Produktion inzwischen weitestgehend zurückgezogen, das entwickle sich im Laufe der nunmehr 5 Jahre Selbstständigkeit eben.


Das Interview

Lieber Christoph, erst einmal vielen Dank für die Einladung!
Du sagst, es hat etwas Besonderes auf sich mit der Bezeichnung der Schokoladen?
- Ja genau, es handelt sich dabei um Jahreszahlen, ich habe mir eben überlegt, was kannst du machen, es gibt ja eigentlich schon alles, einige Hersteller haben auch schon die Zahlen des Kakaogehaltes vorne involviert. Das war dann auch meine Idee, das aufzugreifen, nämlich eine Jahreszahl, bei der du hinten den Kakaogehalt erkennen kannst, zum Beispiel bei der "1847", eine 47%-ige Milchschokolade, bis hin zur "1492", das ist 92%-ige Schokolade. Zu den Jahren selber gibt es auch etwas zu sagen, am spannendsten ist sicher "1847", das Datum, seit dem es Schokolade in der Form gibt, in der wir sie heute kennen (das heißt, als Tafeln, Anm.). Eigentlich gibt es Schokolade ja schon seit über 3000 Jahren, die Azteken sind ja so die ersten, bei denen sie erwähnt wurde, bis 1850/47 ungefähr gab es Schokolade aber eben nur in Trinkform, das heißt, die Geschichte der Schokolade ist uralt, aber die Geschichte der Tafelschokolade ist noch sehr, sehr jung. Und das kann man ja als Anlass nehmen, einer Schokolade diesen Namen zu geben. 1978 ist relativ schnell erklärt, das ist ein super Jahrgang, da bin ich geboren (lacht). Und 2081 habe ich gewählt, weil zwei Dinge zusammenkommen: eine dunkle Schokolade und eine Milchschokolade, die eine 81-prozentige Milchschokolade ergeben. Es gibt ja eigentlich immer die zwei Lager, die einen mögen nur dunkle, die anderen nur helle Schokolade und in dieser Schokolade ist beides vereint, deswegen ist sie die "Schokolade der Zukunft" für mich, daher "2081". "1492" ist ja sehr geschichtsträchtig, das Jahr, in dem Amerika entdeckt wurde, Christoph Columbus war ja derjenige, er selbst hat zwar mit dem Kakao nichts anzufangen gewusst, das war erst ein paar Jahre später Hérnan Cortés, der den Wert des Kakaos erkannt hat, aber für mich hat Christoph Columbus den Weg geebnet, dass kurze Zeit später der Kakao nach Europa kommen konnte und seinen Siegeszug hier fortgesetzt hat, das kann man auch als Anlass nehmen, dieses Datum in einer Tafel zu verewigen. 
Und dann gibt es eben noch die dritte Ebene, das ist die Ebene, auf der wir etwas zum Kakao sagen können. Das steht noch nicht drauf, ich möchte meine Tafeln noch in eine Schachtel stecken, mal sehen, ob ich das dieses Jahr schaffe, das ist ja auch immer eine Kosten- und eine Zeitfrage. Aber wenn wir das machen, dann werden wir eben auch noch Angaben dazu machen, wo der Kakao herkommt, weil das gerade bei den Tafeln durchaus wichtig ist, dass du einen charakterstarken Kakao hast. Unsere normale Mischung besteht aus Kakao, der aus Peru stammt, einer Mischung aus Criollo und Trinitario; die Criollo als edelste Bohne ist zwar auch ein bisschen mit drin, auch wenn er für mich jetzt nicht der wichtigste ist, weil er sehr feingliedrig im Geschmack ist, also gar nicht so intensiv, da finde ich den Trinitario oder den Arriba Nacional oder eben eine Mischung spannender.
Bei der "1978" haben wir Criollo, Trinitario und Arriba Nacional und ein bisschen rohe Schokolade, das wechselt auch mal, bei der "2081" Criollo und Trinitario, das besondere ist, dass wir dabei mit einer 100%-igen arbeiten und Milchschokolade hinzugeben, bis wir von 100% auf 81% kommen. 
Die "1492" ist eine ganz spannende Schokolade, wir nehmen als Ausgangsposition unsere 70%-ige, nehmen dann die Nibs aus Madagaskar, auch eine Trinitario-Mischung, vermahlen sie ganz grob, geben sie in die 70%-ige, sodass wir schließlich von 70 auf 92 Prozent kommen, und die ist eben nicht so intensiv und extrem wie eine normale 92%-ige, sondern am Anfang wie eine 70%, also fast süß, und dann fängt es langsam an, dass man diese kleinen Stückchen auch schmeckt, sie wird immer intensiver und nach hinten raus ist sie am kräftigsten.

Deine Verpackungen sehen nach Plastik aus, aber das sind sie gar nicht?! 
- Das ist mir sehr wichtig, dass wir bei den Verpackungen auf Kunststoff verzichten, auch das ist eine Information, die auf der neuen Verpackung dann ein bisschen deutlicher rüberkommen wird, wir arbeiten mit FSC-zertifiziertem oder recyceltem Papier und Zellglas (außer bei den Schallplatten, Anm.)
Warum wollen wir die Tafeln jetzt doch in Schachteln verpacken? Zum einen hat das Zellglas Nachteile, zum Beispiel, dass es nicht aromaversiegelt, sondern ein bisschen durchlässig ist, das ist nicht optimal. Wenn sie (die Tafeln, Anm.) ein bisschen liegen, nachdem sie produziert sind, lassen sie schon ein bisschen nach. Zum anderen müssen wir uns eben auch im Wettbewerb behaupten; in meinem Laden funktioniert das sehr gut, oder eben auch in ein, zwei Weinläden, aber wenn du in einen Schokoladenladen rein kommst, wo eben Schokoladen aus aller Welt verkauft werden, da haben es unsere relativ schwer, weil sie halt nicht so sexy aussehen und dieser gewisse Charme macht es halt nicht wett, da greift man schon eher zur hübschen Schachtel.

Wo kommt denn die Schokolade eigentlich her?
- 2017 ist mein Ziel, alles von der Bohne an selber zu machen. Bis dahin ist es unser Job, die Kuvertüren, die wir kaufen, so zu mischen, wie wir das haben wollen. Was uns immer wichtig ist, es muss immer Bio als Mindeststandard haben. Das ist bei uns nichts Besonderes, sondern ganz selbstverständlich. Fairtrade haben wir in Teilen, da arbeiten wir noch dran, da wird es auch einen Übergang geben bis 2017, ab da werden wir versuchen, dass wir es selbst importieren, sodass man eben über Fairtrade-Standard bezahlen kann. Um jetzt aber auf den Punkt zu kommen: Wir arbeiten mit ein bis zwei Firmen (Lubeca, Pacari und Zotter, Anm.) zusammen, der Kakao kommt aus Peru, aus Ecuador und Nicaragua. Die Firmen, mit denen wir zusammen arbeiten, unterstützen die Produktion vor Ort, sie helfen mit Know-How und lassen ihre Gewinne in Vereine statt in Aktien fließen, sie sagen zu, gewisse Mengen abzunehmen, von alten Sorten. Es gibt ja das Problem mit der gezüchteten Sorte CCN, das ist gerade in Peru, vor allem in Ecuador ein Problem, ein hochgezüchtetes Ding, Kakao, der einen größeren Ertrag hat, der aber geschmacklich jetzt nicht so besonders ist, es geht wieder um große Mengen...
Eine meiner Lieblingsfirmen ist Pacari aus Ecuador, weil sie eben als einzige weltweit demeter-zertifizierten Kakao haben. Sie haben auch einfach einen sehr einzigartigen Kakao, ähnlich wie Domori, der ist zwar geschmacklich ganz anders, aber Pacari hat eben auch einen sehr sehr eigenen Geschmack und auch gerade bei den rohen Schokoladen finde ich die ganz toll. Und bei ihnen gibt es vor allem auch 100%-ige und eine 70%-ige, die 70% ist auch die rohe, die ich manchmal verarbeite, aber das sind wirklich kleine Mengen.
Und jetzt seit letztem Jahr, das ist schon so der erste kleine Schritt in Richtung „von der Bohne an alles selber machen“, nehmen wir an einem Projekt teil, da kommt der Kakao aus Ecuador, und zwar sind das zwei Franzosen, Bouga-Kakao, die haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein paar kooperative Kakaobauern um sich herum zu scharen, die quasi den Kakao liefern. Bouga-Kakao gehen vorher nach Europa, vornehmlich Deutschland, Österreich,Schweiz, damit sie ein paar Chocolatiers und Verarbeiter finden, die dann eine feste Zusage machen über Produkte und Abnahmemenge. Dann können sie den Kakaobauern sagen, die und die Mengen nehmen wir fest ab, die können sich darauf verlassen, Buga-Kakao sorgt dafür, dass es bio- und fair-zertifiziert wird, das heißt, die Kosten, die für die Zertifizierung entstehen, die ja nicht unerheblich sind, müssen nicht die Bauern übernehmen, wodurch der Kakao über-fair-Standard bezahlt wird, weil wenn du es selbst anmeldest, hast du ja selber die Kosten. Und da habe ich im letzten Jahr zum ersten Mal dran teilgenommen, in diesem Jahr zum zweiten Mal, und das hat dann zwei Firmen (Pacari und Zotter, Anm.) ersetzt, sodass ich nur mit zwei Firmen arbeite.

Ausblick

In kurzer Zeit wird Christoph Wohlfarth umziehen. Dann wird die Produktion höchstwahrscheinlich doch ausgelagert und im Laden selbst noch eine "Schau-Manufaktur" zu sehen sein. Daneben gibt es die oben genannten Pläne bis 2017, zu denen ich ihm alles Gute wünsche.
Aus dem Laden habe ich selbst dann noch einige Schokoladen mitgenommen, die in den nächsten Tagen getestet werden, von Wohlfarth, aber auch von Domori und von "Omnom", einer isländischen Marke. Ich habe viel Spannendes erfahren und tolle Einblicke erhalten und bin wirklich froh, diese Möglichkeit erhalten zu haben!

Freitag, 20. Februar 2015

How (not) to make Cake Pops

Letztens bin ich auf die geniale Idee gekommen, Cake Pops selbst zu backen. Bisher habe ich zwei Versuche hinter mir und beide sind nicht gerade ideal verlaufen. Das hat zwar nur peripher mit Schokolade zu tun, aber ich dachte, ich erzähle Euch trotzdem davon. (Außerdem waren zumindest die Rezepte mit Schokolade ;) )

Versuch 1:

Komplett unausgerüstet, aber mit der fixen Idee, meinen fluffigen Lieblings-Schokokuchen mal nicht in der Form zu backen, sondern auf kleine Stäbchen aufzuspießen, hab ich mich glücklich und frohen Mutes in das Abenteuer gestürzt. Der Kuchen ist ein wirklich leckeres Rezept, das von meiner Großmutter kommt, die es wiederum von einer Freundin hat, es ist also "Familientradition". Ein bisschen weiter unten findet Ihr das Rezept, falls es jemand nachbacken möchte :) Ich würde aber klassisch die Backform empfehlen...
Die Idee: Cake-Pops sind mir meistens zu mächtig und sehr fest. Das geht doch sicher auch mit einem weichen Kuchen!
Die Realität: Nein. Es gibt nämlich einen Grund, wieso diese Dinger immer so fest sind. Sonst halten sie nämlich natürlich nicht an den kleinen Stäbchen. Mir fehlte noch dazu so ein Cake-Pop-Former, diese Silikondinger, die die Küchlein in Form backen, also habe ich den Kuchen nur geschnitten. Hielt natürlich null. Die Marmelade habe ich daraufhin weg gekürzt, um das Übel einzudämmen. Die Kuvertüre hielt dann gewissermaßen das Ganze zusammen (allerdings ohne Stäbchen), aber da der Kuchen durch das Schneiden super krümelig und uneben war... Naja, essen konnte man es jedenfalls!

Versuch 2:

Vom ersten Versuch ein wenig eingeschüchtert, habe ich sicher einen Monat gewartet, zwischendurch diese hübschen Silikonformen gekauft und die Lolli-Stiele. Außerdem hatte ich inzwischen ein kleines GU Rezeptbüchlein. Also auf ein Neues! Aufgabe war, einen wirklich, wirklich festen Brownie-Teig in die untere Hälfte der Silikonförmchen zu füllen und dann backen.
Die Idee: Wie bei allen anderen Rezepten füllt der Teig beim Backen die andere Hälfte der Förmchen aus.
Die Realität: Nein. Denn in der Rezeptangabe steht nichts von Backpulver. Und wie jeder eigentlich weiß, sind Brownies nicht gerade die Art Kuchen, der einfach durch heiße Luft aufgeht. Also hatte ich steinharte Brownie-Halbkugeln, die diesmal wenigstens bombenfest auf den Stielen hielten. Eine lustige Idee ist, dass die obere Hälfte der Silikonförmchen kleine Einstecklöcher für die Stiele hat, wodurch man die fertig dekorierten Cake Pops zum Trocknen reinstecken kann. Leider handelt es sich um so unglaublich weiches Silikon, dass ich die Pops leicht aneinander anlehnen musste, damit sie halten. Dann gab es eine kleine Erschütterung (sprich, ich bin gegen das Silikon; sprich ein Erdbeben in Cake-Pop-Dimensionen) und danach sah die Arbeitsplatte aus wie ein Wald nach der Rodung. :( Aufrichten ging für die erste Zeit auch nicht, da die ganze Kuvertüre erst mal trocknen musste.
Lecker sind sie diesmal wieder geworden, aber das mit dem hübsch und zart üben wir noch. Im Moment sind die ein guter Test für den festen Sitz von Milchzähnen. Ein Einbrecher hätte auch nichts zu lachen.


Rezept für Omas Schokokuchen:

Zutaten:
6 ganze Eier
6 Eier schweres Zucker
3 Eier schwere Butter oder Margarine
3 Eier schweres Mehl
50g Kakao
1 Pckg Backpulver
Marmelade (Kirsche, Aprikose o.ä., mir gefällt Kirsche am meisten dazu)
Kuvertüre (o. Schokolade, natürlich ausschließlich in Bitter! ;) )

Butter und Zucker cremig rühren, Kakao hinzufügen. Die Eigelbe einzeln dazugeben, dann Mehl und Backpulver in der Masse verrühren. Eiweiße fest aufschlagen und vorsichtig unter den Teig heben, das Ganze zu einem einheitlichen Teig rühren. Bei mittlerer Hitze (ca. 180°C) 30-40 Minuten backen.
Noch warm den Kuchen mit Marmelade bestreichen und abkühlen lassen.
Schokolade im Wasserbad schmelzen und den abgekühlten Kuchen damit überziehen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

coppeneur cru de cao single origin chocolates 74%



Ich habe Post! :)
Nein, das ist natürlich nur ein Spaß, aber mir gefallen ja ausgefallene Designs und das ist wirklich hübsch, diese Schokolade kommt nämlich wie eine Briefsendung daher.
Von der coppeneur, die ich das letzte Mal getestet habe, war ich leider nicht komplett überzeugt, daher bin ich gespannt, was diese hier bieten wird.


Das Äußere

... sieht aus wie ein Brief, ich sagte es bereits. Positiv fällt auf, dass ausgesprochen viele Angaben freiwillig gegeben werden, das Foto zeigt´s. Da sieht man sogar die explizite Farm, die Kakaosorte, die Rostung. Meine Güte, mehr kann man sich gar nicht wünschen!
Packt man diesen Teil aus, stößt man auf einen niedlichen Brief von Herrn Coppeneur. Süße Idee, wirklich, wie als ich als Kind einen Brief vom Nikolaus gekriegt habe, dass er sich fortan um andere, jüngere Kinder kümmern muss. Die Glaubwürdigkeit ist ähnlich :) Aber der Wille zählt.

Alsdann stößt man auf die innere Verpackung, die der der anderen coppeneur ausgesprochen ähnlich sieht. Die Tafel ziert in ihrer
durchsichtigen Plastikfolie eine etwas abstrakte Kakaobohne, dafür hat sie leider keine Voreinteilung in Stücke. Design hat eben seinen Preis ;)
Die Schokolade knackt schön, vielleicht ein wenig zu weich und sie duftet angenehm, recht bitter.
Sehr positiv fließt natürlich der super-offene Umgang mit der Herkunft der Bohnen in meine Bewertung ein!

Die inneren Werte

Die deutlich bittere Kakaonote verbreitet sich sehr schnell im Mund, dafür sorgt ein sehr weicher, leider nicht ganz gleichmäßiger Schmelz. Der Abgang ließe sich schon fast als leicht bitter bezeichnen. Leider entspricht die Schokolade damit so gar nicht meinen Erwartungen. Aber der Reihe nach:

Dies ist die Beschreibung von coppeneur, was für ein Geschmackserlebnis den Genießer dieser Schokolade erwartet. Weißweinaromen, hölzern-harzige Aromakomponenten, eine süße Fruchtigkeit und ein Abgang mit Anklängen von Grapefruit.... Hochgesteckte Ziele und viel Fantasie verschleiern leider die Wahrheit! Ich möchte nicht zu harsch kritisieren, die Schokolade ist durchaus genießbar, jedoch scheitert sie an ihren eigenen und vor allem an den bei mir geschürten Erwartungen. Weißweinnoten habe ich gar nicht herausschmecken können, außer, wenn damit der deutlich sauer-bittere Geschmack gemeint ist, der anfangs alles überlagert. Als nächstes folgt eine trockene Bitterkeit, die eher an bittere Walnüsse erinnert, aber leider nicht gerade angenehm und nicht mild genug ist. Es handelt sich dabei nicht um die Sorte bitter, wie "Bitterschokolade" sie im Namen trägt. Der Abgang ist ähnlich, vielleicht meint der beschworene Anklang von Grapefruit ja genau das, was ich auch geschmeckt habe: einen sauer-bitterlichen Geschmack wie von Blutorangen. Wenn man all das mag, dann ist diese Schokolade sicher eine nette Spielerei, aber auch gut fünf Minuten nach dem Verzehr habe ich einen trockenen Mund und das dringende Bedürfnis, mindestens ein Glas Wasser hinterher zu spülen. Meiner Meinung nach ist die Beschreibung gut gemeint, um nicht zu sagen, die Tatsachen beschönigend.
Deswegen und wegen des großen Plus bei der Herkunftsangabe gibt es insgesamt

** / *****. Zwei von fünf möglichen Sternen! 

Und ein dickes, dickes + für die Deklaration.

Freitag, 13. Februar 2015

Original Beans Beni Wild Harvest 66%

Juhu, wieder eine Original Beans!
Ich muss ja sagen, ich halte normalerweise nicht viel von Markenaffinitäten, dass man sich auf Produkte von nur bestimmten Marken einschießt, aber im Laufe meiner Tests habe ich doch so einige Lieblinge gefunden, die mich bisher egal mit welcher Sorte nicht enttäuscht haben. Darüber schreibe ich vielleicht auch bald eine kleine Zusammenfassung.


Das Äußere

... sieht ziemlich genauso aus wie das Äußere der letzten Original Beans, die ich hier im Test hatte. Daher dazu nichts Neues, nur ein mehr oder minder schickes Foto, da ich die Tafel leider etwas geknickt habe in meiner Tasche, es war ein Spontankauf ;)
Wie ihr lesen könnt, handelt es sich um "wildgesammelte Dunkelschokolade aus handgepflücktem Wildkakao" und das schlägt sich im Preis nieder, selbst unter allen Original Beans-Sorten war diese Tafel im Regal die teuerste (mit ungefähr 4,50€ für 70g). 



Die inneren Werte

Diese Schokolade wartet mit lediglich 66% auf, ist also für meinen Geschmack eigentlich gar nicht bitter genug :) aber Außnahmen bestätigen die Regel und als ich diese eigentlich nur für mich zum Genuss bestimmte Schoko probiert habe, war mir klar, dass ich sie mit euch teilen muss.
Die Stückchen brechen ein wenig weicher als die höherprozentigen Schokoladen und die Tafel verströmt einen intensiven Duft nach Kakao und Frucht. Laut Packung schmecke ich Blumenhonig, Aprikose und Jasmintee, bei den ersten beiden bin ich ja noch einverstanden, aber für Jasmintee bedarf es wirklich eines guten Bisschens Fantasie. Die Konsistenz kann auf voller Länge überzeugen, sie unterstützt durch den gleichmäßigen Schmelz die Aromen der Schokolade, bleibt lange auf der Zunge und hinterlässt einen angenehm süßen Geschmack mit deutlichem blumigen Honigaroma. Erst wenn dieser dominante Geschmack verflogen ist, lässt sich so etwas wie eine zarte Jasminteenote erahnen.


Fazit

Eine tolle, milde, außergewöhnliche Schokolade, die haptisch voll überzeugen kann! Die Preislage ist schon deutlich im hochklassigen Segment, aber das ist in Ordnung, solange man diese Tafel als das sieht, als das sie gesehen werden will: Etwas Besonderes, das man wertschätzt und als Belohnung genießt.
Eindeutige...


***** / *****. Fünf von fünf möglichen Sternen!


Wie seht ihr das, glaubt ihr solchen Werbeversprechen von handgepflücktem, wildwachsenden Kakao? Ich stehe dem ja immer ein wenig kritisch gegenüber... Ein Artikel zum Thema folgt!

Samstag, 7. Februar 2015

Meine Alternative zu Nutella

Das fällt ein wenig aus der Reihe, ich gebe es ja zu :)
Aber heute möchte ich Euch etwas anderes als Schokolade vorstellen, nämlich meinen liebsten Frühstücksaufstrich, Chocoreale Dark von de Rit. Wie man schon am Namen sehen kann, gibt es den auch in "nicht dark", aber, naja, ich mag ja eher bittere Schokoladen.
Ich bin auf ihn gekommen, weil ich ehrlich gesagt kein Fan von Nuss-Nougat-Aufstrichen bin (alle Nutella-Liebhaber werden mich dafür fressen) und ich deshalb auf der Suche nach Alternativen einige "reine" Schokoladenaufstriche, also ohne Nüsse oder Nougat, getestet habe. Gelandet bin ich beim Biomarkt.


Zum Aufstrich


Die Zutaten sind Rohrzucker, Sonnenblumenöl, stark entöltes Kakaopulver, Palmfett, Sojamehl, Emulgator Sojalecithin und Bourbon Vanilleextrakt.
Klingt furchtbar, ist aber so ;)
Leider, leider haben alle diese Aufstriche solche oder ähnliche Schattenseiten, also außer man raspelt sich seine Schokolade direkt aufs Brot (was auch nicht schlecht ist,

hab ich auch schon gemacht. Nach Bedarf mit etwas Butter oder Marmelade als Unterlage). Klar, man könnte auch gesund und herzhaft frühstücken, aber ich weiß nicht... früh am Morgen und dann auch noch Salami und Käse, für mich passt das nicht :)
Die Konsistenz ist super, ein wenig fester als Nutella, aber immer noch gut zu verteilen und ich finde, der Geschmack ist angenehm intensiv schokoladig, nicht zu bitter und nicht zu süß. Für meinen "Morgengeschmack" genau das Richtige!

Was esst Ihr am liebsten morgens, wenns kalt und früh ist?

Freitag, 6. Februar 2015

Zwei Kurztests

Lange, lange ist mein letzter Post her!
Heute berichte ich Euch, was inzwischen geschah, ich habe einige Schokoladen eingekauft, die ich teilweise schon getestet habe, darunter die Cru de Cao Republic of Ghana PURistique 85% Cocoa Forastero von coppeneur und die SACHA 85% von KALLARI. Beide sind sehr liebevoll verpackte, laut Herstellerangaben ebenso liebevoll hergestellte Schokoladen, die aber geschmacklich nicht voll überzeugen können, weswegen ich beide als Kurztests hier gleich anfüge.


Die KALLARI SACHA 85%



Gerade gemessen an der Packungsgröße von 50g finde ich es erstaunlich, dass die Schokolade doch in ordentlich große 
Portionen geteilt ist. Regelrecht schwer zu brechen! 
Der Duft kann überzeugen, er ist sehr kakaohaltig 
und aromatisch.

Die Schokolade ist laut Text auf der Lasche (übrigens eine sehr schöne Idee) "award winning" und schmeckt wie ebenfalls selbst beschrieben, intensiv. Ziemlich bitter, wenig süß, leider keine weiteren Aromen außer Kakao. 
Die Konsistenz kann überzeugen, sie schmiegt sich zart an und schmilzt gleichmäßig auf der Zunge. Dennoch fehlt das Spezielle, das die Schokolade vom Mainstream abheben könnte. Sehr schade! Daher nur

***  / ***** Drei von fünf möglichen Sternen!



Die coppeneur Republic of Ghana PURistique 85%



 Diese Schoko hat eine wirklich ausgefallene Verpackung! Bis auf die letzte Klarsichtplastikhülle innen kann der Hersteller komplett auf Kleber und Plastik verzichten, weil die Pappe lediglich gefaltet ist und durch ein Querband zusammen gehalten wird. Super-schöne Idee. Innen findet sich sogar ein kleines Booklet über die Bean to Bar-Idee bei coppeneur und eine Anleitung direkt auf der Innenseite der Verpackung, wie man Schokolade am besten genießen soll: Sehen, Tasten, Hören, Riechen, Schmecken. Wirklich tolle Ideen insgesamt.

Der Geruch der Schokolade ist ebenfalls Appetit anregend, angenehm
süß und mit einer leicht fruchtigen Kakaonote.
Schade, dass der Geschmack weniger überzeugen kann. Sie ist wirklich sehr, sehr buttrig, bietet wenig Kakaonoten, ist für 85% sehr süß und sie schmilzt so schnell weg, dass man kaum Zeit hat, mögliche Aromen zu genießen.
Im Endeffekt sind deswegen leider ebenfalls nur gut gemeinte

***  / ***** Drei von fünf Sternen möglich!